Schattenseiten der Selbstorganisation
Mythen und Missverständnisse: Warum New Work, Agilität und Führung so oft scheitern
Ein pragmatischer Leitfaden für alle, die genug haben von bunten Post-its und leeren Versprechen, und die stattdessen verstehen wollen, warum Organisationen wirklich funktionieren, wie sie funktionieren.
Agilität als Managementmode hat ihren Zenit überschritten. Viele Unternehmen haben Transformationsprojekte hinter sich, mehr oder weniger erfolgreich, und unterwegs sind eine Menge Heilsversprechen enttäuscht worden. Auch Agilität und Selbstorganisation sind kein Allheilmittel, das Organisationen automatisch performanter und profitabler macht. Mitarbeitende übernehmen nicht begeistert Verantwortung, nur weil man ihnen weitreichende Freiräume schafft. Wenn Führungskräfte in den Hintergrund treten, entsteht nicht von allein ein starkes Netzwerk bottom-up. Oft bleibt ein schmerzhaftes Führungsvakuum zurück.
Daniel Dubbel und Kai-Marian Pukall widersprechen einer einfachen Erklärung dafür. Ihre These: Selbst wer alles richtig macht, erreicht mit Selbstorganisation nicht das New-Work-Paradies. Wer Verantwortung abgibt und Entscheidungen dezentralisiert, zahlt an anderer Stelle einen Preis dafür, und genau dieser Preis wird beim Verkauf der Idee gern verschwiegen.
Dieses Buch nimmt sich einen weit verbreiteten Glaubenssatz zu Selbstorganisation, New Work und Führung nach dem anderen vor und hält ihn gegen die Praxis. Kein Rundumschlag gegen diese Ideen, sondern der Antrieb, sie realistisch zu sehen und wirksam umzusetzen. Statt die eigene Organisation revolutionieren und eine neue Ära einläuten zu wollen, ist oft geduldige, kleinteilige Verbesserungsarbeit erfolgsversprechender.